Der PMBOK® Guide – 6th Edition ist da! Prüfung der neuen Inhalte ab dem 26.03.2018

Der PMBOK® Guide – 6th Edition ist da! Prüfung der neuen Inhalte ab dem 26.03.2018
29. Juli 2018

Änderungen im PMBOK® Guide – Sixth Edition

Am 01. September 2017 ist der neue PMBOK® Guide erschienen. Damit schlägt das PMI® ein neues Kapitel bei der gefragtesten Zertifizierung im Projektmanagement auf. Mit der Überarbeitung gehen auch viele inhaltliche Änderungen einher.

Die Prüfung wird ab dem 26.03.2018 auf die neuen Inhalte umgestellt. Ab diesem Zeitpunkt sind nur noch PMP Prüfungen auf Basis der 6. Edition möglich.

Hier finden Sie die wesentlichen Änderungen im Überblick.

Überarbeitung der Einführungskapitel
Eine der wesentlichen Änderungen umfasst die Einführungskapitel. In der neuen Auflage geht das PMI® hier detailliert auf die Projektumgebung ein. Da ein Projekt nie losgelöst von einer Organisation umgesetzt wird und andersherum Projekte massiv Prozesse und die Organisation beeinflussen und betreffen, differenziert das PMI® diese Einflüsse stärker aus. Dabei wird besonders herausgestellt, welche organisationalen Einflüsse auf das Projekt wirken und wie Projektmanager dem begegnen können.

Außerdem rückt der Projektmanager in den Fokus. Als zentrale Rolle im Projekt werden seine Aufgaben herausgestellt und es wird abgeleitet, welche Skills er mitbringen muss. Darüber hinaus wird die Einflusssphäre des Projektmanagers diskutiert, d.h. in wie fern der Projektmanager einen Einfluss auf die Projektumgebung nehmen kann.

Aktualisierung der Prozesslandschaft
Die Prozesslandschaft war schon immer das Herzstück des PMBOK® Guide. Diese wird auch mit der neuesten Auflage weiter verfeinert. Dabei stecken die wesentlichen Änderungen im Detail, denn im Großen und Ganzen bleibt die Prozessstruktur erhalten, wird aber weiter abgerundet.

Die meisten Änderungen betreffen das Ressourcenmanagement. Hier werden HR Disziplinen und Ressourcen Management im klassischen Sinne zu einem Wissensgebiet „Resource Management“ zusammengefasst.

Darüber hinaus ergänzt das PMI® einige Prozesse. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den neuen Prozess „Knowledge Management“ gelegt. Wurde in früheren Versionen noch davon ausgegangen, dass z.B. historische Informationen im Projekt zugänglich sind und Projektinformationen lediglich über das Kommunikationsmanagement verteilt werden, erhält diese Disziplin nun einen eigenen Prozess. Im Wesentlichen geht es darum, Lerneffekte und neue Informationen, die sich im Laufe der Projektarbeit ergeben, sowohl dem Projektteam aber auch anderen, am Projekt beteiligten Stakeholdern zur Verfügung zu stellen. Das „Lessons Learned Register“ bildet dabei den zentralen Output. Diese Idee wurde aus dem agilen Projektmanagement übernommen. So sieht z.B. SCRUM vor, am Ende jedes Sprints (kurze Projektphase) eine sogenannte Retrospective zu halten. Dieses Meeting hat zum Ziel, die Performance von Sprint zu Sprint immer weiter zu verbessern, indem rückblickend der letzte Sprint analysiert wird und Maßnahmen für die zukünftigen Sprints abgeleitet werden.

Im Risikomanagement wurde ein neuer Prozess zur Einführung der Risk Respons Strategien definiert. Dies war in der 5. Auflage noch Teil des Monitoring-Prozesses.

Detaillierung der Prozesse
Prozesse sind beim PMI® über ihre Inputs definiert, die mittels Tools und Techniken zu Outputs verarbeitet werden. Mit der neuen Auflage differenziert das PMI® sowohl die Inputs als auch die Outputs weiter aus. Waren in den alten auflagen häufig lediglich von Anpassungen an Projektdokumenten als Output die Rede, macht das PMI® nun konkrete Vorschläge, um welche Dokumente es sich im jeweiligen Prozess handeln könnte. Verbindungen zwischen den Prozessen werden so deutlicher und die Interaktionen der Prozesse wird deutlicher in den Vordergrund gestellt.

PMP goes agile
Die wesentlichste Änderung der neuen Auflage umfasst allerdings die Diskussion rund um das agile Projektmanagement. Dabei diskutiert das PMI® zu Beginn eines jeden Kapitels, wie sich die jeweiligen Inhalte in der Praxis umsetzen lassen. Im Zuge diese Diskussion wird ein besonderes Augenmerk auf eine agile, dynamische Projektumgebung gelegt. War die Prozesslandschaft bisher von einem traditionellen Verständnis des Projektmanagement geprägt, greift das PMI® nun aktuelle Trends und Veränderungen im Projektmanagement auf und überführt diese in ihr Standardwerk.

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